Projektziele

Wichtigstes Ziel des Projektes iDESkmu - inklusive Dokumentenmanagementsysteme und Enterprise Content Managementsysteme in kleinen und mittleren Unternehmen - ist die Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen für die typischen Prozesse von Dokumentenmanagementsystemen vorwiegend in mittelständischen Unternehmen und Verwaltungen. Dafür sollen exemplarisch potenzielle Arbeitsplätze und ihre typischen Anforderungen herausgearbeitet werden, um eine barrierefreie Arbeitsplatzgestaltung zu ermöglichen. iDESkmu konzentriert sich dafür auf Menschen mit Sinnesbehinderungen.

Hauptzielgruppen des Projektes:

  1. Mittelständische Unternehmen, Verwaltungen und Verbände
  2. Softwarehersteller*innen
  3. Nutzer*innen von DMS

Das Projekt iDESkmu verankert in Unternehmen des Mittelstandes grundlegende Kompetenzen, um die Barrierefreiheit von Softwareanwendungen beurteilen zu können. Gleichzeitig entsteht ein lebendiger Austausch zwischen Nutzer*innen und Softwareherstellern von Anwendungssoftware. In einem ersten Schritt will das Projekt iDESkmu gemeinsam mit den kooperierenden Softwareherstellern verbindliche Kriterien für die Definition und Prüfbarkeit der Barrierefreiheit von Softwareangeboten mit Fokus auf DMS formulieren. Auf dieser Basis erfolgt die Entwicklung von einsatzbereiten Prüfmodulen für die Barrierefreiheit und die Erarbeitung eines Musterarbeitsplatzes. Das Projekt setzt sich für einen bundesweiten und funktionsübergreifenden Wissenstransfer ein und wird dafür u. a. eine online Know-how-Datenbank und Round Tables einführen. 

Zukünftig soll die IT-Barrierefreiheit am Arbeitsplatz mehr im Fokus stehen – bei der Entwicklung von Softwareanwendungen, bei der Kaufentscheidung der Unternehmen und bei Mitarbeiter*innen, die mit den Systemen arbeiten. Damit wird eine fundierte Basis geschaffen, damit künftig mehr Menschen mit Behinderungen, unabhängig von Pflichtquoten, eine adäquate Beschäftigung finden.

Drei Kernziele

Analyse der Barrieren und Potenziale & Entwicklung eines DMS-Musterarbeitsplatzes 

  • Analyse der typischen Anforderungen an Arbeitsplätze und der typischen Barrieren entlang der Prozesskette von DMS- und ECMS-Lösungen
  • Definition von vergleichbaren Kriterien für Barrierefreiheit von DMS
  • Anpassung der Prüfschritte bestehender Testverfahren an die untersuchten DMS-Lösungen
  • Definition von Kriterien für vernetztes Arbeiten 4.0
  • Entwicklung einer musterhaften DMS-Arbeitsplatz-Lösung für vernetztes Arbeiten 4.0 nach den Kriterien des Design für Alle

Praxiswissen barrierefreie DMS und ECMS auf Nutzer-, Entwickler- und Führungsebene

  • Entwicklung von individualisierbaren und implementierungsbereiten Testverfahren zur Prüfung der Barrierefreiheit von DMS/ECMS-Lösungen
  • Erstellung eines Konzepts für die effiziente Interpretation von Softwareschnittstellen, um Systembrüche, Insellösungen und neue Barrieren zu vermeiden
  • Schaffung eines Sensibilisierungs- und Prüfkatalogs für Nutzer*innen ohne technisches Fachwissen, damit diese Barrieren identifizieren und für Entwickler*innen verständlich beschreiben können
  • Festlegung von technischen, arbeitsrechtlichen sowie sozialen Mindestanforderungen in Ausschreibungen von DMS/ECMS aus Anbieter- und Abnehmerperspektive

Langfristige Verankerung: Know-how, Qualifizierung und Kommunikation

  • Entwicklung von hierarchie- und funktionsübergreifenden Präsenz- und Onlineseminaren
  • Verankerung in IT-Ausbildungen, Studiengängen und Weiterbildungen
  • Aufbau einer Know-how-Plattform, die als aktive Wissensquelle für die Entwickler- und Nutzerseite dient
  • Erstellung eines Kommunikationskonzepts zur freiwilligen Selbstverpflichtung (Commitment für barrierefreie IT) für interne und externe Zwecke
  • Best Practice-Beispiele für einen praxiserprobten Einstieg in barrierefreie IT